Schul-Cloud stellte sich offen der Diskussion auf der re:publica

Am „Finaltag“ der re:publica, 10. Mai 2017, wurde intensiv debattiert, (wofür) Deutschland die Schul-Cloud braucht. Einen Aggregator zu bauen, der ein möglichst breites Angebot an Software und digitalen Bildungsinhalten für eine großen Anzahl Interessierter Lehrkräfte und Schüler/innen über Schnittstellen verbindet, niedrigschwellig auffindbar und unabhängig vom jeweiligen Endgerät und regionalen Grenzen zugänglich macht, ist eine tolle Idee.

Wie kann die Schul-Cloud die Anforderungen mehrerer Bundesländer zusammenbringen?

Schon in der Entwicklung arbeitet das HPI eng mit 26 Pilotschulen aus 13 Bundesländern zusammen. Einem ganzheitlichen Ansatz zufolge sind auch Vertreter/innen der Länder, Datenschutzbehörden, Inhalteanbieter, IT-Dienstleister etc. eingebunden. Die Schul-Cloud ist anbieterneutral und offen für Innovation, Open Educational Resources (OER) und Graswurzel-Angebote.

Pilotschule aus Hessen im Gespräch mit Schulen aus Karlsruhe und Neumünster

Da der „technology push“, also die Verfügbarkeit digitaler Technologien allein pädagogisch jedoch nicht unbedingt zielführend ist, berichteten Stefan Neureiter (Elisabethenschule Frankfurt), Maike Schubert (Freiherr-vom-Stein Gemeinschaftsschule der Stadt Neumünster) und Saskia Ebel (Walter-Eucken-Schule aus Karlsruhe) von dem an ihrer Schule begonnenen Wandel der Lernkultur hin zum Einsatz digitaler Medien und für eine Bildung in der digitalen Welt.
Seit die Freiherr-vom-Stein Gemeinschaftsschule Neumünster vorletztes Jahr „digital explodiert“ ist, sind zahlreiche praktische Fragen aufgetaucht, z. B. in Bezug auf die Stromversorgung an jedem Arbeitsplatz. Ziel der digitalen Entwicklung ist der Wandel von der Konkurrenz zur Kollaboration sowie die Entkoppelung der Schüler/innen von den Lehrkräften, z. B. in Hinblick auf die freie Wahl von Lernapps.

Teach our kids to code?

In vielen weiteren Sessions wurden unterschiedlichste Aspekte der „digitalen Bildung“ thematisiert. Der Autor und Blogger Karl Beecher plädierte beispielsweise für einen starken Fokus auf die Vermittlung von Problemlösungskompetenz und die der Programmierung zu Grunde liegenden Fähigkeiten wie „computational and procedural thinking“.

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